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| SYMLOG
- das andere Symposium-Logistik 20. bis 22. Juni 2004, Düsseldorf Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit möchten wir Sie auf eine Fortbildungsveranstaltung aufmerksam machen, die sich an Auszubildende, deren Lehrer, Ausbilder in Unternehmen und Prüfer in Logistikberufen richtet. Das erste lokale Bündnis für Ausbildung | Materialfluss und Logistik wurde 1999 in Düsseldorf gegründet als Netzwerk von und für an der Logistik-Ausbildung Beteiligte(n). Das Bündnis hat sich u.a. zur Aufgabe gesetzt, die Ausbildung in der Logistik zu verbessern und zukunftsfähig zu machen. Wir sind 1999 mit dem Berufsbild der "Fachkraft für Lagerwirtschaft" - heute: "Fachkraft für Lagerlogistik" - gestartet, haben uns aber im Verlauf der Zeit auch anderen Berufsbildern zugewandt. Mit SYMLOG - das andere Symposium-Logistik - möchten wir die ausgetretenen und oft wenig effizienten und effektiven Wege der Lehrerfortbildung verlassen, um in drei Tagen nach Einführung und Problemaufriss mittels Exkursionen und Workshops zu konkreten Handlungsempfehlungen zu kommen, die in die Konzepte zukunftsfähiger Ausbildung einfließen sollen. Ein zentraler Punkt wird die zunehmende Bedeutung der Informationstechnologie sein. Um die mittels engagierter ehrenamtlich Tätiger und Sponsoren durchgeführte Veranstaltung für das Bündnis kostendeckend gestalten zu können, erheben wir einen Kostenbeitrag in Höhe von 50 Euro. Darin enthalten sind die Teilnahme am ersten Tag des Symposiums, am 20. Juni (einschließlich der Jazzveranstaltung am Abend) und mindestens an einem Workshop, ein Zertifikat für die Teilnahme daran und ein Protokoll der Veranstaltung insgesamt. Transporte zu den Exkursionsorten sind im Preis enthalten, die "Logis" - Übernachtung(en) und Verpflegung - müssen selbst übernommen werden. Die Anmeldung ist verpflichtend und verbindlich; eine Anmeldebestätigung erhalten Sie nach Überweisung auf das unten angegebene Konto des Bündnisses für Ausbildung. Bitte melden Sie sich - gerne per E-Mail - beim Bündnis für Ausbildung | Materialfluss und Logistik an mit konkreter Teilnehmerzahl und Angabe des/der Workshop(s) oder mittels angefügtem Anmeldebogen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und möchten Sie hiermit auf das nachfolgende Programm aufmerksam machen. Nutzen Sie die Chance, Ihren Unterricht und die Ausbildung zu bereichern. Für das
Bündnis für Ausbildung |
Materialfluss und Logistik Bündnis
für Ausbildung |
Materialfluss und Logistik |
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SYMLOG -
das andere Symposium-Logistik 20. bis 22. Juni 2004, Düsseldorf Programm Sonntag,
20. Juni 2004
Montag,
21. Juni 2004
Dienstag,
22. Juni 2004
Wir wünschen eine gute Heimreise. |
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| Erster Versuch: "Kooperation von Trägern, Berufsschulen und Betrieben im Bereich >Fachkraft für Lagerwirtschaft<" - oder | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zweiter Versuch: der geglückte Versuch, schlummernde Logistiker "von unten" zu wecken. Oder | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gemeinsamer Abschlussbericht zum Fortbildungsseminar im August bis November 2000 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Oder: ein Logbuch einer Bildungsreise | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Das Fazit gleich vorab: Kapitäne brauchen eine erstklassige Mannschaft - es sollten auch Frauen dabei sein! | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ganzheitliche Logistikausbildung | außerhalb der Hochschule ist überfällig, aber der erste Schritt zu einer Logistikcrew in den Unternehmen ist getan. Mit einer Fortbildung für Alle, die an der Ausbildung von "Fachkräften für Lagerwirtschaft" beteiligt sind und diese zu verantworten haben, ging das Heidelberger Institut für Beruf und Arbeit (hiba) neue Wege in der Erwachsenenbildung, hier im Logistikbereich. Die Initiative ging 1999 von der Fachlehrerin Monika Egbringhoff aus. Ergebnis war ein praxis-orientiertes Kompaktseminar. Seit 1991/92 mit der Ausbildung von "Fachkräften für Lagerwirtschaft" in der Ausbildung betraut und den "Kinderkrankheiten" dieses Bildungsgangs in Erprobung bestens vertraut, legte die Diplom-Volkswirtin grossen Wert auf Praxisnähe, ohne die wissenschaftliche Grundlage zu vernachlässigen. Denn: akademisch hat sich der Logistiker schon durchgesetzt, will er nicht im menschlich und organisatorischen luftleeren Raum agieren, braucht er Mitarbeiter. Nein: er braucht als Material-, Güter- und Informationsmanager: Bildhaft als Lotse des Kundenauftrags durch das Unternehmen benötigt der Logistikchef einsichtige Kapitäne und eine erstklassige Crew. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nachfrage nach Logistikern mit Kopf, Herz und Hand | Werden wir konkret, soweit wie es der Raum und die Zeit zulassen. Die Nachfrage generell nach Logistikkompetenz ist durch Logistikaufgaben wie Supply Chain Management und E-Commerce in den letzten Jahren enorm angestiegen. Unternehmen erkennen zunehmend Defizite im Bereich der internen Servicebereiche und der Nahstellen zwischen den Partnern in den oft langen Logistikketten. So zählen zu den Zielgruppen von angehendem Logistikernachwuchs neben Abiturienten auch Real-, Hauptschüler und Kollegiaten von Berufskollegs. 100.000 operative Logistiker: wo kommen die her, kann man ganz pragmatisch fragen. Für die Produktion und das Büro früher als "menschlicher Ausschuss" ins Lager gesteckt sind heute die ehemals benachteiligten, abgeschobenen "Produktions- und Bürokrüppel" (und diese Bezeichnung heischt nach Entschuldigung) gefragt wie nie. "Der Markt ist leergefegt", so Uwe Clausen, Logistik-Chef bei Amazon.de, "wir schicken Busse ins Land, um dringend benötigtes Personal ins Unternehmen zu bringen". Nur: Lager ist heute ein komplexes Aufgabenfeld, ohne Software und teilweise gezieltes High-Tec geht hier nichts mehr. Hier bringen neue Ideen Abhilfe. Denn: "die im Schatten stehn, die sieht man nicht", ließ Bert Brecht schon die "Aufgeklärten" wissen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Aus dem Sozial-Container ans Licht | Benachteiligte Jugendliche, die durch ausbildungsbegleitende Hilfen unterstützt werden, standen darum in dieser Fortbildung im Brennpunkt. Logistik erfordert hohe Belastbarkeit und neben Kommunikations- auch Durchsetzungsfähigkeit. Das lernt man auf der Strasse; notfalls auch ganz schnell zu sein. Da stutzt der Logistik-Fachmann, der Sozial-Experte wundert sich. Aber wen wundert´s: Logistik ist angewandte Lebenswissenschaft. Hier muss man(n) einiges draufhaben. Wie 'ne Hausfrau und Mutter, übrigens heute so wie früher (Wer fährt das Team? Wer macht die Wäsche? Wer beschafft fast alles, häufig auch noch einen Teil des "Haushaltsgeldes"?). Doch zurück zum "Berufsalltag". | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Eine Crew von Materialflussexperten unterstützt(e) die Logistik-Lotsen auf der Brücke | Logistik als Planungskompetenz, aber auch ganz praktische Aufgabe beispielsweise im Bereich des Lagers, zieht sich durch alle Unternehmen wie ein roter Faden. Hier sind Qualifikationen gefragt, die ehemals "Springer" besitzen mussten (oder eben Hausfrauen): Logistiker brauchen überall im Einsatz Kopf, Herz und Hand. Pestalozzis Bildungsideal einer ganzheitlichen Ausbildung ist Grundvoraussetzung für jede Logistik-Bildung. Frauen wissen das. Mit einem Umfang von fünf Tagen bewusst auf wesentliche Bausteine reduziert, führten Mitglieder des "1. Lokalen Bündnisses für Ausbildung, am Beispiel Fachkraft für Lagerwirtschaft" diese Pilotreihe durch. Das Bündnis für Ausbildung, im Juni 1999 gegründet, "um die Ausbildungsqualität der Fachkraft für Lagerwirtschaft zu halten und zu verbessern", setzt sich engagiert für eine praxisorientierte Ausbildung dieses zentralen, nicht-akademischen Berufsbildes in der Logistik, ein. Die teilweise privat, teilweise in Vertretung von Unternehmen wie DaimlerChrysler, Einrichtungen wie das Berufsbildungszentrum der Arbeiterwohlfahrt und wissenschaftlichen Institutionen wie Universität Gesamthochschule Duisburg und Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, Dortmund, aktiven Mitglieder lotsten dementsprechend wie eine Crew die Teilnehmer durch die unbekannten Gewässer der Logistik. Elf Referenten aus Wissenschaft, Forschung und Praxis machten in einer Kombination von notwendiger Theorie und praktischer Orientierung die Teilnehmer aus Unternehmen, Schulen und öffentlichen Institutionen mit dem breitgefächerten Einsatzfeld der "Fachkraft für Lagerwirtschaft" bekannt. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Von Dortmund nach Düsseldorf und zurück oder auch umgekehrt | Das weite Feld der innerbetrieblichen Logistik mit seinen Nahtstellen zu außerbetrieblicher Logistik und den gewaltigen Aufgaben einer ganzheitlichen Logistik, wie sie in Dortmund seit 1972 mit Reinhardt Jünemann Schule gemacht hat, stand auf dem Programm der Einführung am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund. Vorgestellte und dort entwickelte Instrumente und Software-Tools wie PUZZLE, erprobt im internationalen Einsatz bei Unternehmen "in der Praxis" und als Schulungssoftware für Handelsfachpacker didaktisch zugeschnitten mit der Berufsschule in Dingolfingen, das Werkzeug DISMOD für die optimale Distributionsplanung und das Planungstool CASUS, geeignet zur virtuellen Reise durch ein Lager- und Kommissioniersystem, stellten die Fraunhofer-Forscher ganzheitlich praxiserprobt vor. Ein Rundgang durch das Demonstrationszentrum Materialfluss und Logistik gaben den Teilnehmern einen Einblicke in innovative Materialflusssysteme und -komponenten. Zukünftig wird hier eine Kommissionierzelle mit mobilenDatenträgern, die dem Kommissionierer die Aufträge auf die Displaybrille projezieren, praktisch die humanen Auswirkungen und Resonanzen von "M-Logistik" erlebbar machen. In Düsseldorf im Berufsbildungszentrum der Arbeiterwohlfahrt und in Unternehmen mit marktgängigen Anlagen wurden die Teilnehmer mit der Vielfalt des Arbeitsplatzes und dem zunehmenden Bedarf an moderner Informations- und Kommunikationstechnik vertraut. Hier zeigten sich erhebliche Theorie- und Praxisdefizite der Teilnehmer - bei der jungen Wissenschaft "ganzheitliche Logistik" nicht verwunderlich. Der weltweit erste akademische Studiengang "Logistik" existiert erst seit 1998 in Dortmund. Weitere Aus- und Weiterbildungsinitiativen sind hier schon gestartet worden, um den Bedarf an Ausbildung und Logistikern auf allen "Ebenen" und Prozessschritten der Erfüllung von Kundenaufträgen sichern zu können. Das Fazit: alle Teilnehmer waren sehr zufrieden mit der ersten Fortbildung für angehende Logistikfachkräfte. An einer überlokalen Initiative von Logistikausbildung, die praxisnah und die klassische Betriebswirtschaft sprengend innovative Logistikausbildung außerhalb der Hochschule realisiert, wird schon gearbeitet. Besonders erfreulich die vielen positiven Reaktionen auf die Aktivitäten des "1. Lokalen Bündnisses für Ausbildung" in Düsseldorf aus den neuen Bundesländern. Ganzheitliche Logistik aus NRW goes east and west. Dank an hiba in Heidelberg, Vorreiter im Bereich der Umsetzung neuer Logistikausbildung. Von ihr werden vor allem die benachteiligten Jugendlichen profitieren. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Und demnächst noch praktischer Logistik und Arbeit - direkt im Lager. Für angehende Ladies und Gentlemen im Blaumann. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ralf Neuhaus, Dipl. phil. Wirt-Ref./TAW zuständig für Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, Dortmund Email: logistika@mail.isis.de | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||